Einfach vergessen oder wie wir unser Gehirn schonen können

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Einfach entfallen

Der Name von dem Nachbarn, den Sie beim Einkaufen getroffen haben, fällt Ihnen nicht mehr ein. Das Gesicht, eben beim Bäcker, das kennen Sie. Aber wer ist das? Auf die Frage nach dem letzten Film, den Sie im Kino gesehen haben, müssen Sie passen. Ebenso wenig fällt Ihnen ein, wo Sie die letzte Silvesterfeier verbracht haben.

Man hat das Gefühl,die Festplatte ist voll und da passt einfach nicht noch mehr drauf.

Ist das wirklich so?

Klar nimmt mit dem Alter die Fähigkeit,sich etwas und kompliziertere Zusammenhänge zu merken,ab. Kann man etwas dagegen tun?

Ob Gehirntraining hilft oder ganz bewusst neue Dinge zu lernen? Ich weiß es nicht, die Wissenschaftler sagen Ja.

Wahrscheinlich ist uns eher damit geholfen, kleine Dinge zu tun, die weiterhelfen.

Gönnen Sie sich und Ihrem Gehirn eine Auszeit. Nehmen Sie sich Pausen, am besten zwischendrin.

In der Schule haben Kinder alle 45, spätestens alle 90 Minuten eine „Denkpause“. Denn nach 45 Minuten geht uns die Konzentration aus. Gönnen Sie sich die Pausen, indem Sie vielleicht in die Kaffeeküche gehen oder die berühmte Zigarette rauchen oder sich einfach zurücklehnen und die Augen schließen. Das ist im Großraumbüro schwierig ─zugegeben. Wichtig ist es aber, in dieser Pause die Sinne zu schonen. Auf dem Handy tippen, kurz etwas im Internet nachschauen oder telefonieren, das zählt nicht zum Schonprogramm. Das sind keine Pausen. Schützen Sie Ihre Sinne in der Pause und lassen Sie zu, dass die sich zurückziehen. Danach sind Sie wieder entspannt und können besser denken, Wissenschaftler haben herausgefunden, dass unser Gehirn in der Zeit der „Absenz“ neue Zellen bildet,und die benötigen wir für das Lernen.

Aber wie kann man das in den Alltag integrieren?

  1. Sie schalten eine Uhr im Computer, die nach 60 Minuten anspringt und Sie daran erinnert,eine kleine Pause einzulegen. Dann machen Sie fünf Minuten lang ganz bewusst: nichts.
  2. Gehen Sie in dieser Pause in die Teeküche und sprechen Sie möglichst wenig. Starren Sie ruhig ein wenig vor sich hin.
  3. Kombinieren Sie Ihren Weg zur Arbeit mit einem kleinen Spaziergang in der Natur. Vielleicht können Sie Ihr Auto einen Kilometer entfernt abstellen und laufen den Rest. Sollten Sie sowieso weiter weg parken müssen, ärgern Sie sich nicht und genießen Sie die Zeit des Gehens.
  4. Beginnen Sie den Morgen mir zwei kleinen Yogaübungen, die Kraft und Konzentration bringen. Das können einfache Atemübungen sein oder der Sonnengruß.
  5. Beginnen Sie Ihre Meetings mit einer Pause. Ich kenne einen Teamleiter, der seine Meetings damit begonnen hat,ein Motto in den Raum zu stellen und dann eine kleine Pause eingelegt hat, damit alle Zeit hatten,ihre Gedanken kreisen zu lassen. Zugegeben, das war im sozialen Bereich und klappt dort vielleicht gut, ohne befremdlich zu wirken.

Und wie immer gilt: Egal was Sie unternehmen, machen Sie es regelmäßig, sonst hat Sie der Alltag sofort wieder im Griff.

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